· 

Zahnhygiene für die Katze

Mundgeruch, Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen

Obschon Katzen sehr reinliche Tiere sind, brauchen sie unsere Unterstützung bei der Zahnpflege. Denn wie auch bei uns Menschen, können bei den Katzen Nahrungsreste an und zwischen den Zähnen hängenbleiben, welche dann zu Bakterien führen. Dadurch können Mundgeruch, Zahnbeläge wie auch Zahnfleischentzündungen entstehen. Zahnfleischentzündungen bereiten der Katze zum einen Schmerzen zum anderen können sie dazu führen, dass sich das Zahnfleisch vom Zahn löst, soweit bis die Zähne sogar ausfallen. Durch das Ablösen können Taschen entstehen, in welchen sich die Bakterien weiter ungehindert vermehren. Schlimmstenfalls verschleppen sich diese über die Blutbahn in den Körper was zu Herz- und Nieren-Problemen führen kann.

Zähneputzen als Prophylaxe

Doch soweit muss es nicht kommen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Zahnhygiene unseres Stubentigers zu unterstützen. Empfohlen wird beispielsweise das tägliche Zähneputzen durch spezielle Zahnbürsten oder Zahn-Fingerlingen. Dazu gibt es auch extra Zahnpasta für die Katze mit Hühnchengeschmack. Ist sich die Mieze diese Prozedur nicht schon von klein auf gewöhnt, wird sie trotz des Geschmacks keine grosse Freude daran haben.

Vorbeugen durch Kauen

Mancher Leser denkt sich vielleicht, dass Katzen in der Natur ihre Zähne auch nicht geputzt gekommen. Das stimmt nur bedingt. Denn Freigänger, die Mäuse und andere Beutetiere fressen, leiden in der Regel nicht an Zahnbelägen. Durch das längere Kauen sowie das Nagen an Knochen werden ihre Zähne gerieben und so geputzt. Wer also sich und der Katze die Prozedur mit der Bürste ersparen möchte, kann durch die richtige Futterwahl soweit wie möglich vorbeugen. Wer seine Katze ausschliesslich mit Nassfutter ernährt, sollte ihr ab und zu etwas zum Nagen geben. Dies kann beispielsweise ein Hühnerhals sein oder als Alternative ein Leckerli oder Trockenfutter, welches speziell für die Zahnhygiene geeignet ist. Knochen dürfe niemals gekocht gefüttert werden, das diese splittern könnten. Sehr gut geeignet ist auch das Barfen (BARF = Bones and raw food), da die rohen Fleischstücke ebenfalls länger gekaut werden müssen, wodurch die Zähne abgerieben und das Zahnfleisch massiert wird. Gerne berate ich Sie bei der Umstellung auf die BARF-Fütterung.

Regelmässige Kontrolle

Wichtig ist, dass Sie die Zähne und das Zahnfleisch Ihrer Fellnase regelmässig kontrollieren. Starker Mundgeruch, harte und gelbliche bis braune Beläge, vermehrter und blutiger Speichel oder die Futterverweigerung können Anzeichen auf Zahnbeläge oder Zahnfleischentzündungen sind. Zudem sollte der Zustand des Gebisses jährlich durch den Tierarzt kontrolliert werden.

 

Sollte sich bereits Zahnbelag angesetzt haben, hilft auch das Putzen nicht mehr. Dann muss der Belag durch den Tierarzt mit Ultraschall entfernt werden. In der Regel geschieht dies unter Narkose. Um weitere Krankheiten vorzubeugen, ist dieser Eingriff dann aber unumgänglich. Also: möglichst früh durch geeignete, konsequente Prophylaxe vorbeugen!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0